Working Past Age 100

Bill Frankland (106) is probably the oldest active doctor on the planet. Frankland first trained as a doctor in the 1930s. During his long and illustrious career, he has become the world’s foremost authority on allergy. He worked with the Nobel Prize-winning discoverer of antibiotics, Alexander Fleming, and was once called out to Iraq to treat dictator Saddam Hussein.

Zaria Gorvett discusses how retirement is becoming more and more expensive and if future generations may have to abandon the idea altogether.

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Vito Perillo, A 93-Year-Old Veteran, Was Elected Mayor In New Jersey & The Internet Loves Him

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There were a lot of unlikely winners to come out of Election Day 2017, and perhaps the most unexpected of all is World War II veteran Vito Perillo. The 93-year-old beat incumbent New Jersey Mayor Gerald Turning in the town of Tinton Falls in a huge upset. And while the members of his town were clearly big fans of his, people on the internet clearly are, too. Read the Full Story

CBS News also picked up the story: 93-year-old WWII vet Vito Perillo wins Tinton Falls, N.J. mayoral race

Vito Perillo’s Facebook Page: https://www.facebook.com/vito.perillo.31

She’s 98. He’s 94. They Met at the Gym.

The New York Times
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This amazing story shows that it is never too late to love.

“Gertrude Mokotoff and Alvin Mann were introduced eight years ago at a gym in Middletown, N.Y., where they still work out twice a week.

…“I kept getting teased about dating a cougar,” Mr. Mann said, laughing. “But the age difference never really bothered me because we just hit it off, and I wasn’t about to let her go.”

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The Secrets of the 80-Year-Old Chinese Runway Model

By Michael Paterniti, GQ Magazine

The 80 year old Wang Deshun was featured at Fashion Week.

“… Wang went viral. Everything that ad agencies would love to have us believe—that eternal youth is possible—was right there before our eyes, in action. An 80-year-old on the catwalk, looking this fine? What was he eating? How did he keep in shape? Could we all look forever young? So came the lustful, leering commentary. What was Hottest Grandpa’s secret?” Read the full story

You May Want to Marry My Husband

The New York Times

After learning she doesn’t have long to live, a woman composes a dating profile for the man she will leave behind.

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“I have been trying to write this for a while, but the morphine and lack of juicy cheeseburgers (what has it been now, five weeks without real food?) have drained my energy and interfered with whatever prose prowess remains. Additionally, the intermittent micronaps that keep whisking me away midsentence are clearly not propelling my work forward as quickly as I would like. But they are, admittedly, a bit of trippy fun.

Still, I have to stick with it, because I’m facing a deadline, in this case, a pressing one. I need to say this (and say it right) while I have a) your attention, and b) a pulse.” Read the whole story

Update:

Author who wrote heartbreaking ‘dating profile’ for her husband dies
CNN

Amy Krouse Rosenthal, the prolific children’s book author who wrote a devastating “Modern Love” column about her soon-to-be-widower husband, died Monday. She was 51. Read the full story

Urknall

Ich schätze mich sehr glücklich, über 63 Jahre mit einer wundervollen Frau verheiratet gewesen zu sein, bevor Hildegard starb, als ich 85 war. Und nun wurde ich mit einem neuen Anfang gesegnet: Über ein Jahr und ein paar Monate später, an meinem 87. Geburtstag, heiratete ich die junge fidschianische Schönheit Meredani. 41 Jahre jünger – kein Scherz. Hier sind einige Fotos von uns:

Hier sind Meredani und ich auf Magic Island (dieser Ort heißt wirklich so) auf Oahu, am Ufer mit Diamond Head im Hintergrund. Von links nach rechts siehst du mich, Meredani in einem traditionellen fidschianischen Hochzeitskleid (ein Erbstück), das Blumenmädchen Ginger, deren 7. Geburtstag zufällig auch der 7. Mai war, und Kahu Jane Kaimana Ma’u. („Kahu“ ist das hawaiianische Wort für „Priester“ oder Trauzeuge, eine Person welche streng ausgebildet und vom Staat Hawaii zugelassen wird). Kahu Jane führt die Hochzeitsriten aus.
Auf diesem Bild halten Meredani und ich einen Walzahn; hier ist vielleicht eine Erklärung notwendig. Eigentlich mehr als eine Erklärung – eine gewisse Kenntnis der fidschianischen Kultur wäre nützlich. Du kannst dich darüber auf https://en.wikipedia.org/wiki/Tabua oder anderen Seiten über „Tabua“ (zeremonieller Walzahn) aus Fidschi belesen. Kurz gesagt, Walzähne, die seit der Zeit der fidschianischen Kannibalen extrem selten geworden sind, wurden als ein Familienschatz – meist DER Schatz der Familie – behandelt (und gehandelt). Wie ein Goldbarren gehörte ein Walzahn der ganzen Familie, wurde gehuldigt und verehrt, und dann wurde er von Generation zu Generation weitergegeben, immer an denjenigen, der als Hauptträger der Familienwerte angesehen wurde. Dieser Walzahn hat außerdem seinen eigenen Geist, welcher noch immer lebt und seinem Besitzer und allen die in seiner Nähe sind, Energie und Kraft spendet. Nun, Meredani war diejenige aus ihrer Familie, der der Walzahn anvertraut wurde, weitergereicht über Generationen seit Hunderten von Jahren. Und dann, voila, als Teil unserer Trauung geschah es: Dieses Glück und dieser Talisman wurden von ihr auf mich übertragen.

Nur einigen wenigen hatten wir zwei Wochen vorher von der Hochzeit verraten. Der Rest der Welt erfuhr nichts, da es eine Überraschungshochzeit sein sollte, eine sehr private Angelegenheit „am grünen Rand der Welt“ und die Neuigkeiten wurden erst im Nachhinein bekannt gegeben.

Die Flut von anderen Reaktionen auf unsere Bekanntmachung war sehr begeistert und jubilierend. Hier sind nur zwei Beispiele:

(A)

Dieser ist von Hildegards langjähriger Hausärztin und persönlichen Freundin seit wir in den 1990er Jahren nach Hawaii kamen bis ganz zum Schluss.

Von: Dr. Sue Ja Park

Betreff: AW: Überraschung

Datum: 8. Mai 2016, 22:27 Uhr

An: Win Straube

WOW, was für eine Überraschung!!!

Die BESTE NACHRICHT, die ich seit langer Zeit höre!!!

HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE!!!

Die BESTEN WÜNSCHE für ein langes, langes glückliches Leben zusammen.

Ich bin mir sicher, dass Hildegard sehr glücklich ist zu wissen, dass du verheiratet bist und dass sie dir ihren guten Segen gegeben hat.

Vielen Dank für die herrliche FREUDIGE NACHRICHT.

Nochmal herzlichen Glückwunsch!!!

Sue Ja

(B)

„Dragonfly“ lebt in Vermont, sie ist Buchkritikerin bei Roundtable Reviews, die, nebenbei bemerkt, viele Buchkritiken für Amazon geschrieben haben. Sie ist die „Dragonfly“, welche 2002 die Kritik zu meinem Buch „Enjoying the Ride“ schrieb und eine persönliche Freundin sowohl von Hilgegard als auch mir wurde.

Von: Dragonfly

Betreff: AW: Überraschung

Datum: 10. Mai 2016, 12:42 Uhr

An: Win Straube

Hi Win…

Alles Gute zum Geburtstag und meinen herzlichen Glückwunsch! Eine zweite Ehe wie deine beweist die Liebe, welche deine erste geprägt hat. Ich bin mir sicher du und Meredani werdet sehr glücklich sein. Ich wäre gern vorbeigekommen, aber ach, ich bin ein bisschen zu weit weg. Ihr beiden seht sehr glücklich aus.

Wie ihr wisst, runzeln die Menschen manchmal die Stirn über eine zweite Ehe nach einer langen ersten. Mein Rat ist es, sie zu ignorieren und einfach eure gemeinsame Zeit zu genießen. Gibt es Pläne für eine Hochzeitsreise? Ihr seid ja schon in einer der wahrscheinlich schönsten Gegenden der Welt, aber ihr könntet etwas Kleines machen, um zu feiern. Ich bin einfach so begeistert, dass du jemanden gefunden hast, mit dem du dein Leben teilen kannst.

Grüße an die reizende Meredani.

Passt auf euch auf!

Dragonfly

Es ist alles schon mal passiert…

Ja, es ist nichts neues, dass Paare mit einem Altersunterschied von 40 Jahren oder mehr heiraten. Hier sind nur ein paar der prominenten Persönlichkeiten, die es uns vorgemacht haben:

Altersunterschied: 40 Jahre
Pablo Picasso… mit Françoise Gilot

41 Jahre
Clint Eastwood… mit Erica Tomlinson-Fisher

42 Jahre
Leopold Stokowski… mit Gloria Vanderbilt

43 Jahre
Mick Jagger… mit Melanie Hamrick

46 Jahre
Dick Van Dyke… Alene Silver

47 Jahre
Anthony Quinn… mit Kathy Benvin

60 Jahre
Hugh Hefner… mit Kendra Wilkinson

Also, was ist noch neu?

Im Alter ein zweites Mal zu heiraten ist eine sehr positive Art das Leben und das Glück zu umarmen. Es funktioniert auf jeden Fall für mich

Obwohl das nicht bedeutet, dass Du versuchen musst, jemanden mit einem mehr als üblichen Altersunterschied zu heiraten. Gleichzeitig denke ich, dass das chronologische Alter sowieso keine Rolle bei der Wahl eines passenden Partners spielen sollte. Wenn du nach dem körperlichen Zustand, wie z.B. den Blutdruckwerten, der Scharfsinnigkeit, und der Leistung auf dem Laufband gehen würdest, wäre das vielleicht sinnvoller. Wohlgemerkt können Glück und Harmonie wahrscheinlich auch oder sogar erst recht von zwei Menschen genährt und gefunden werden, die für den Rest der Welt als überhaupt nicht zusammenpassend erscheinen. Und logisches Denken (wie in der Vergangenheit bewiesen), ist nicht unbedingt der beste Ratgeber, wenn es darum geht, Attraktivität in Liebe und langfristigem Glück erblühen zu lassen. Obwohl mein Bauchgefühl mir sagt, dass es auch hilfreich, vielleicht sogar weise sein kann, etwas Verstand zu nutzen, wenn man die langfristigen Konsequenzen bedenkt.

Leben im Hier und Jetzt

Tatsächlich gibt es auch im täglichen Leben zahlreiche Möglichkeiten für Neuanfänge, unabhängig von deinem Lebensabschnitt. Unzählige Gelegenheiten, freudig zu leben und ganz mit den Menschen in deiner Umgebung verbunden zu sein, ob in einem eher kleinen Kreis oder in der Weltgemeinschaft. Wie bereits Heraklit (vorsokratischer griechischer Philosoph) sagte: „Das einzig Konstante im Universum ist die Veränderung“, das heißt der einzige Weg, zu wachsen und sich zu entwickeln besteht darin, Veränderungen anzunehmen.

Betrachtet man es wissenschaftlich, war Charles Darwins große Erkenntnis, dass „während sich die Arten zwar entwickeln, sie dies nicht auf ein vorgeschriebenes Ziel hin tun. Organismen passen sich den örtlichen Gegebenheiten an und nutzen dazu die ihnen gerade zur Verfügung stehenden Mittel.“

Wie wir genau wissen, gehören auch wir Menschen zu diesen Organismen. Was kurz gesagt bedeutet: Im Laufe der Zeit, während wir älter werden, egal ob es 8 Tage oder 80 Jahre älter sind, werden sich Menschen, die sich immer wieder den veränderten Bedingungen anpassen und die vorhandenen Möglichkeiten ihrer Zeit nutzen, ganz sicher verändern. Wenn auch noch so langsam, wird sich ihre Persönlichkeit und die Fähigkeit, mit ihrem Leben umzugehen, verändern. Mit anderen Worten: Werde nicht steif, weder körperlich noch geistig, sondern geh mit der Zeit. Unter meinen ehemaligen Mitschülern zum Beispiel ist es wichtig, so gut es geht körperlich aktiv zu bleiben und das Gehirn zu fordern. Dazu gehört, zu lernen wie man einen Computer und das Internet nutzt; ich kenne viele, die das nicht getan haben und sich von solchen neumodischen Dingen fernhalten.

Nur WEIL man mit der Zeit geht, in der Gegenwart lebt und sich auf die Zukunft vorbereitet, kann man manche alten Dinge und auch Gedanken hinter sich lassen. Natürlich steht es dir frei, diese weiterhin in Form von Erinnerungen zu genießen und darin zu schwelgen, oder neue Schlüsse aus alten Geschichten zu ziehen, die du durchlebt hast. Das ist sehr gesund und rüstet einen für die Probleme von heute; man kann dann damit besser umgehen als diejenigen, die später geboren wurden, vielleicht viel später, und nicht diese Erfahrungen haben.

Trotzdem ist es besser, nicht in dieser Vergangenheit zu leben, sondern mit beiden Füßen in der Gegenwart zu stehen. Hier ein Rat von Suzanne Lucas, einer Personalberaterin aus Basel, Schweiz:

„Streich deinen Job von vor 30 Jahren aus deinem Lebenslauf. Er repräsentiert nicht, was du heute leisten kannst. Und er lässt dich alt aussehen. Altersdiskriminierung ist real.“

Ja! Nicht nur ist Altersdiskriminierung real, wenn Du nicht von der Vergangenheit in die Gegenwart trittst, machst DU dich selbst alt und wirkst auch so. Älter als diese unerfahrenen Jungspunde kann wirklich bedeuten, ein erfüllteres Leben zu führen und von mehr Nutzen für die Gesellschaft zu sein.

Also erzähl mir davon!

Wenn ich von meinen quietschenden Gelenken, meinem schmerzenden Rücken, dem schlechten Gehör, schwindenden Augenlicht und langsameren Gedächtnis rede, oder über die Unfähigkeit, Wasser zu halten wenn ich zu sehr lache, und viele Dinge mehr, die ich Dir ersparen will – machen diese mich nicht „alt“? Oder noch schlimmer: Muss ich leugnen, dass ich abbaue und so tun, als wäre ich genauso fit wie die jungen Leute?

Hmm, hmm. Nicht so schnell! Sicher, alles Mechanische bewegt sich immer weiter Richtung Totalversagen. Obwohl, auf wundersame Weise ist der menschliche Körper ziemlich gut darin, sich zu erneuern, in vielerlei Hinsicht sogar darin, sich zu verbessern. Nicht, dass man in der Lage wäre, so schnell wie ein Marathonläufer zu rennen, aber das Ziel besteht darin, weiterzulaufen und die Blutzirkulation aufrechtzuerhalten, um die wichtigsten Organe zu versorgen, was schließlich den Unterschied zwischen richtigem Leben und Dahinschwinden ausmacht.

Der Verstand kann in einem reiferen Alter tatsächlich viel besser arbeiten, obwohl er vielleicht ein wenig langsamer in der Verarbeitung ist. Wegen seiner praktisch unbegrenzten Speicherkapazität verfügt er über Wissensreserven, auf die nur die chronologisch ältere Person zurückgreifen kann. Außerdem hat er viel mehr Erfahrung in der Verarbeitung als jedes Kind jemals haben könnte.

Der bedeutende Unterschied ist meiner Meinung nach, ob man sich selbst als eine normale, erwachsene Person sieht, die das verfolgt, was ihr am besten liegt, oder als einen etwas abgenutzten Mechanismus in ständigem Verfall. Wenn man letzteres glaubt, dann ist man das auch, ohne Frage, denn das gesamte Selbst ist davon überzeugt, so zu denken und zu fühlen. Aber das muss man nicht glauben, zumindest nicht so leicht. Und starke Köpfe und Körper können es völlig verweigern.

Schaut man zurück auf die Natur, seien es Kaninchen, Wale oder Adler: Sie alle werden geboren, sie wachsen, leben und leben, und dann sterben sie. Sie leben kein normales Leben bis zu, sagen wir, ihrem mittleren Alter und bauen dann ab, von maximalem zu minimalem Leben, bis sie sterben. NEIN. Tiere sind unterwegs, jagen ihre Beute, tun all die Dinge, die sie immer tun, bis zu dem Tag an dem sie sterben. Was nicht heißt, dass ihr Körper (oder Geist) nicht abgebaut hat. Sehr wahrscheinlich ist es so, jedoch verjüngen sich Körper und Geist meist jeden Tag genügend, bis zu dem Tag, an dem der Prozess endet und die Kreatur tot umfällt oder irgendwie stirbt.

Die Art und Weise, wie wir Menschen in unserer heutigen Kultur den gleichen Prozess wahrnehmen ist, dass wir den Großteil unseres Erwachsenenlebens damit verbringen, zu arbeiten. Dann wechseln wir von Arbeit auf Ruhestand, je nach Gesellschaft mit 55 oder 65. Dieser Zeitraum soll hauptsächlich dazu dienen, nichts zu tun, sich der aktiven Teilhabe an der Welt zu entziehen und sich von anderen bedienen lassen, bis man nach langwierigem Verfall in allen Bereichen stirbt.

Also, wenn wir so denken, dann wird es auch ganz bestimmt so sein. Natürlich gibt es viele, viele Gründe, warum die Gesellschaft heute so denkt, basierend auf spirituellen, religiösen, politischen und anderen Vorstellungen. Nur nicht auf gesundem Menschenverstand, meiner bescheidenen Meinung nach.

Ich kann verstehen, wie es dazu gekommen ist. Die industrielle Revolution im 19. Jahrhundert produzierte fleißige Arbeiter, deren Körper und Geist an die Grenzen ihrer Fähigkeiten gedrängt wurden. Dann, kurz bevor sie zusammengebrochen wären, schickte man sie in den „Ruhestand“, um die hauptsächlich körperliche Ausbeutung, die sie so lange ertragen mussten, wiedergutzumachen, indem man ihnen ein angenehmes Leben des „Nichtstuns“ bis zum Ende gab. Meiner Meinung nach ist das oberflächliches Geschwafel. Es ist das menschlich verzerrte Bestreben, „die Zeit zu füllen“, in diesem Fall auf eine ausbeuterische Weise der „Arbeit“, und dann wird das schlechte Gewissen für so eine schlechte Wahl des Zeitvertreibs mit einer ebenso unnatürlichen und verzerrten Zeit der „goldenen Jahre“, genannt „Ruhestand“ besänftigt.

Natürlich werden wir die Vergangenheit nicht ändern. Und ohne Zweifel haben sich die schlausten Köpfe ihrer (und teilweise unserer) Zeit diesen Prozess erdacht. „Arbeit“ und „Ruhestand“ wurden als vernünftige, in deren Meinung vielleicht sogar Gottgegebene Formel für die Nutzung unseres Lebens angesehe

Mit dem Vorteil zurückschauen zu können, muss ich sagen, dass meiner Meinung nach der gesunde Menschenverstand völlig anders hätte arbeiten sollen. Ja, ich glaube, dass „die Zeit zu füllen“ Teil des Menschseins ist, allerdings nicht unbedingt als ein vorgeschriebener Gegenstand unseres Lebens, wie Essen, Trinken oder Fortpflanzung, sondern einer, welcher notwendigerweise für weit mehr Zwecke gedacht ist. Dazu gehört auch, die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen, aber darüber hinaus viel viel mehr, einschließlich dem Greifen nach den Sternen.

Je nachdem von welcher Perspektive wir schauen, von einem spirituellem, religiösem, politischem oder streng individualistischem Blickpunkt; ich denke, dass wie wir unsere Zeit füllen, uns als Menschen bestimmt und welche Art Mensch wir sind, nur weil wir in der Lage sind, nach den Sternen zu greifen.